Einleitung

In der heutigen Zeit ist es für umfangreiche Applikationen nicht mehr denkbar, diese ohne ein erprobtes Framework umzusetzen, da Time-to-Market und DRY eine immer größere Rolle spielen und Unternehmensentscheidungen beeinflussen.

Laravel zeigt in diesem stetig verändernden Markt bisher eine hochgradig durchdachte Weiterentwicklung und baut auf einer aktiven Community auf.

Der Einsatz von Laravel erspart, nicht zuletzt durch ein ebenfalls sehr umfangreiches Ökosystem (mit vorbereiteten virtuellen Maschinen, hochwertigen Videokursen und vielem mehr) hunderte Arbeitsstunden.

Im Folgenden werden 5 gute Gründe, sich für Laravel als Basis der nächsten Applikation zu entscheiden, noch etwas genauer beleuchtet.

1. Intuitive Syntax

Robert C. Martin schrieb mit „Clean Code“ 2008 ein Standardwerk für guten Code in der Software-Enwicklung.

Das Buch erklärt anhand vieler Praxisbeispiele wie lesbarer, sich selbst beschreibender und wartbarer Code aussehen sollte und welche Methoden sich dabei in den vergangenen Jahren als besonders hilfreich erwiesen haben.

Taylor Otwell, der Gründer des Frameworks, hat die Prinzipien aus dem Buch in seinem Framework vollständig angewandt und somit einen großen Beitrag zur Verständlichkeit moderner Anwendungsentwicklung im Web-Umfeld geleistet.

Durch die intuitive Syntax lässt sich das Laravel Framework in kurzer Zeit erlernen und ermöglicht einen einfacheren
Einstieg als dies bei so mancher Alternative (wie z.B. dem Zend Framework) der Fall ist.

Entwickelt man mit Laravel und schaut nach einer passenden Lösung für ein ganz bestimmtes Problem kommt es nicht selten vor dass man anschließend denkt „Das ist ja einfach“. Zwar kann auch Laravel einem nicht vollständig das Denken abnehmen, man findet jedoch immer wieder elegante Helfer und Anleitungen.

2. Exzellente Dokumentation

Taylor Otwell schrieb die erste Dokumentation seines Frameworks vollständig selbst und bewies dabei ein sehr gutes Gespür für die Verwendung verständlicher und eher weniger technischer Sprache.

Die Liebe zum Detail in der Laravel-Dokumentation erspart oft das Langwierige Suchen nach den richtigen Methoden und gibt darüber hinaus Handlungsempfehlungen für verschiedene Szenarien und Use Cases.

Durch eine aktive Community wird die Dokumentation stetig um weitere hilfreiche Notizen und Kapitel erweitert und das Forum auf laracasts.com ist ebenfalls eine gute Anlaufstelle.

3. Hochwertige & bezahlbare Videokurse

Mit laracasts.com hat das Framework durch Jeffrey Way eine Plattform zur Unterstützung bekommen, die hochwertige und verständliche Videos zu allen Themen rund um das Framework bietet.

Die Art und Weise wie Jeffrey die Dinge erklärt ist angenehm, wird nicht langweilig und man bekommt einen sehr guten Überblick was alles möglich ist.

Über Laravel hinaus werden mittlerer Weile auch viele weitere Themenfelder, wie Test Driven Design oder Frontend Development, behandelt.

Für nur 9 € im Monat erhält man hier wirklich ein faires und umfangreiches Angebot um sein Know How zu vertiefen und fortwährend zu erweitern.

4. Ein wachsendes Ökosystem

Die Entwicklung seines eigenen Frameworks war für Taylor Otwell nur 1 Schritt auf dem Weg zu einfacherer, skalierbarer und motivierender Web-Entwicklung.

4.1 Laravel Homestead

Mit Laravel Homestead steht eine virtuelle Entwicklungsumgebung zur Verfügung, die sich in 5 Minuten vollständig einrichten lässt.

Vorbei sind die Zeiten in denen aufwendig individuelle Server konfiguriert werden mussten, um die optimale Weiterentwicklung einer Applikation zu gewährleisten und auch offline an den Projekten arbeiten zu können.

4.2 Laravel Forge

Um nicht nur die lokale Entwicklung zu vereinfachen, sondern auch den Live-Betrieb von Web-Applikationen so einfach wie möglich zu gestalten, wurde Laravel Forge entwickelt.

Mit Forge lassen sich vollständig vorkonfigurierte Server in wenigen Minuten auf Cloud-Infrastruktur erstellen und miteinander vernetzen (um z.B. mit Spot-Instanzen zu arbeiten). Dabei sind alle Aspekte für den Betrieb von sicheren Servern berücksichtigt worden und Sicherheits-Updates werden automatisch eingespielt.

Wer ein Demoprojekt zum Testen online stellen möchte, kann dies mit Forge und einem der großen Cloud-Anbieter (AWS, DigitalOcean, etc.) sehr schnell und ohne aufwendige Konfiguration tun.

4.3 Envoyer

Hat man eine funktionierende Applikation entwickelt, einen Server eingerichtet und ist bereit alles in Betrieb zu nehmen, trifft man schnell auf Envoyer.

Mittels Envoyer ist es möglich, den Code der Applikation schnell und unkompliziert auf Servern auszurollen und dabei eine Methode anzuwenden, die Ausfallzeiten vermeidet. Durch individuelle Konfigurationsmöglichkeiten, lassen sich nicht nur Laravel-Projekte mit Envoyer nutzen.

4.4 Laravel Spark

Laravel Spark bietet ein Baukasten-System für die Entwicklung von SaaS-Lösungen, dass seinesgleichen sucht.

Das System enthält unter anderem die Authentifizierung mit Team-Accounts, Abo-Modelle, PDF-Rechnungsstellung und -verwaltung sowie eine API-Schnittstelle mit individuellen Tokens auf User-Basis.

Spark wird von Taylor Otwell selbst entwickelt, der mit viel Herzblut und Liebe zum Detail ein fantastisches Konzept entwickelt und umgesetzt hat.

4.5 Und mehr …

Es gibt noch einige weitere spannende Services rund um das Laravel Framework, die Nennung und Beschreibung jedes einzelnen würde hier jedoch den Rahmen sprengen.

Wer noch mehr lesen und sehen möchte findet mit Valet, Lumen und Cachet weiteren Stoff.

5. Viele Erweiterungen

Mit Packalyst gibt es für Laravel ein eigenes Verzeichnis für Erweiterungen, die nicht nur alltägliche Entwickler-Probleme lösen, sondern auch ganz spezielle Anwendungsfälle vereinfachen können.

Aktuell gibt es ca. 10.784 Erweiterungen, von denen jedoch nicht alle auch zu 100% weiter entwickelt werden – teilweise einfach aus dem Grund dass ihre Features in den Kern des Frameworks übernommen worden sind.

Fehlt einem etwas ganz Spezielles in Laravel, dass es noch nicht als Erweiterung gibt, kann man auch eine Anfrage starten und findet so möglicher Weise Entwickler die eine Herausforderung suchen und sich der Sache annehmen.

Klassiker sind z.B. die Sortierung nach verschiedenen Spalten der Datenbank oder die Internationalisierung mit mehreren Sprachen, Maßeinheiten, etc.